Stress

Stress erkennen und vermeiden

Successful Woman Sunrise New York City SkylineHeute ist Stress in den Unternehmen zu einem sehr zentralen Thema geworden. Wer Stress empfindet, hat noch lange kein Problem, denn Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers und kann durchaus ein Motivator sein. Erst wenn Situationen außer Kontrolle geraten und die Erholungsphasen den Druck nicht mehr ausgleichen können, kann Stress krank machen. Wenn Latten immer höher gelegt werden und sich das Hamsterrad immer schneller dreht, wenn wir uns dem Gefühl ergeben, dem Tempo nicht mehr gewachsen zu sein und Ziele nicht mehr in vertretbaren Zeitfenstern erreichen zu können, zündet unser Körper die nächste Stufe: den Burnout.

Doch Stress hat heute mehr Ursachen als die Klassiker Überlastung, Druck und Zukunftsangst. Neue Stressfaktoren haben sich in den letzten Jahren zu den schon bekannten Auslösern gesellt. Ständige Erreichbarkeit ist ein solcher Faktor: Man ist nicht nur nach Feierabend für den Chef erreichbar, sondern auch während der Arbeitszeit für die privaten Kontakte. Wenn Termine sich überschneiden, wenn wir sie sogar verpassen und der Zeitaufwand für das Abrufen der Statusberichte auf den Social-Media-Plattformen immer weiter zunimmt, führt der Weg von der Überholspur direkt ins nächste Rehazentrum. Es wird uns langsam klar: Das Leben in der digitalen Welt ist Fluch und Segen zugleich. Wir lieben die Vernetzung, die gleichzeitig dafür sorgt, dass wir durchschnittlich sieben Mal pro Stunde gestört werden, sodass konzentriertes Arbeiten nahezu unmöglich geworden ist. Die moderne Welt erfordert Multitasking-Fähigkeiten, die nur unsere Geräte, aber nicht wir selbst beherrschen. Und längst nicht jeder hat die Möglichkeit, die Tür hinter sich zu schließen und alle Geräte auf Standby zu schalten.

Warum überschreiten Mitarbeiter und Führungskräfte Grenzen? Ganz einfach: Weil sie ihre persönlichen Grenzen oftmals gar nicht kennen. Abschalten nach Feierabend ist für viele plötzlich unmöglich; körperliche Beschwerden nehmen zu, doch der Hausarzt kann keine Auslöser für diese Beschwerden finden; man reagiert äußerst gereizt, fast schon cholerisch, wenn man in Konzentrationsphasen gestört wird. Leider gibt es nur in wenigen Unternehmen Anlaufstellen, an die man sich wenden kann. Viele scheuen das Gespräch mit dem direkten Vorgesetzten, denn wer offenbart schon gern „Schwächen“? Außerdem können die meisten gut einschätzen, ob sich ein Gespräch überhaupt lohnt, denn nicht jeder Vorgesetzte ist mit der nötigen Empathie gesegnet. Wer das Gespräch meidet, um sich nicht noch mehr Stress aufzubürden, schafft sich am Ende selbst den nächsten Stressauslöser.

An dieser Stelle wird deutlich, wie sehr eine hohe emotionale Intelligenz in der Lage ist, Stresslevel zu senken: Führungskräfte, die selbst schon einmal am Burnout gekratzt haben, vermeiden Stresssituationen für ihre Mitarbeiter. Sie kennen die Signale und auch die Leistungsgrenzen jedes einzelnen Mitarbeiters. Bewährte Stresstests machen deutlich, welche Belastungen sich addieren, doch Lösungen der Probleme können nur im Dialog gefunden werden. Auf der anderen Seite schreibt auch der Gesetzgeber mittlerweile vor, eine Stressgefährdung im Unternehmen zu überprüfen. Auch hier hat man die Risiken offensichtlich erkannt. Und die Firmen sollten vorbeugend handeln.

Zusammenfassung

Für uns ist die präzise Ermittlung der emotionalen Intelligenz eines jeden Einzelnen ein enormer Fortschritt. Fragen, die vorher noch übrig blieben, können jetzt exakt beantwortet werden. Unternehmen können noch viel gezielter die richtigen Mitarbeiter und Führungskräfte an die richtige Stelle setzen. Wir halten es für einen echten Quantensprung in der Persönlichkeitsbeurteilung. Man kann erahnen, wie viel Zeit und welche Kosten eingespart werden können. – ganz abgesehen davon, dass wir jetzt viel gezielter von Anfang an wissen, ob dieser Job der richtige ist oder nicht. Alles andere ist Stochern im Nebel.